
Bronzezeitliche
Siedlungen
Auf Grund archäologisch schwer nachweisbarer Bauweise (gering eingetiefte Pfosten bzw. pfostenlose ebenerdige Bauten) ist unser Wissen über das Aussehen der Siedlungen und damit die Kenntnis von Wirtschaftsweise und Sozialstruktur noch mangelhaft, besteht die Bronzezeit-Siedlungsforschung vor allem in der Dokumentation von Fundstreuungen, Speicher- und Abfallgruben. Viele Interpretationen aus früherer Zeit, die z.B. aus Speichergruben u.a. Verfärbungen Pfostenbauten rekonstruierten, sind nicht mehr haltbar. Besondere Aufmerksamkeit verdienen deshalb Siedlungsplätze, auf denen die normalerweise zerpflügten oder erodierten Strukturen flach gegründeter bzw. ebenerdiger Bauwerke unter Flugsand, Kolluvien, Torf u.a. jüngeren Deckschichten erhalten und dokumentierbar geblieben sind. Solche Siedlungsplätze müssen einerseits in großzügiger Weise, andererseits mit viel Fingerspitzengefühl untersucht werden. Dies gelang uns mit wertvollen Ergebnissen auf den Fundplätzen Wustermark 10, Dyrotz 34 und Wustermark 22, auf zahlreichen anderen wurden mit z.T. unterschiedlichen Methoden (Einzelfundeinmessungen) die üblichen Fundstreuungen und Grubenverfärbungen untersucht (Dyrotz 24, Zachow, Kahren, Sielow, Schmellwitz, Neuhausen).
