Literatur:
Rode, H. 2003: Archäologische Voruntersuchungen auf dem Gelände eines geplanten Einkaufszentrums in Cottbus. In: Einsichten. Archäol. Beiträge f. d. Süden d. Landes Brandenburg 2003. Arbeitsberichte z. Bodendenkmalpflege in Brandenburg 13. Wünsdorf., S. 9-16.

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Cottbus, ECE

Auf einer großen Fläche unmittelbar vor dem mittelalterlichen Bering der Stadt Cottbus soll ein neues Einkaufszentrum entstehen. Um die Auswirkungen des Bauvorhabens auf das archäologische Flächendenkmal der Altstadt Cottbus abschätzen zu können, führte die Archäologie Manufaktur GmbH im Sommer 2003 eine Voruntersuchung der betroffenen Bereiche durch.
Das Untersuchungsgelände befindet sich unmittelbar süd-westlich des bis ins 19. Jahrhundert umwehrten Stadtzentrum von Cottbus. Aus historischen Plänen ergibt sich, dass ein Teil des zu untersuchenden Areals vom Stadtgrabensystem eingenommen wurde. Ein weiterer, nicht unwesentlicher Teil des Geländes wird vom nördlichen Bereich des wohl im 16. Jahrhundert angelegten städtischen Friedhofes eingenommen. Schließlich ist für den Bereich, der den mittelalterlichen Stadtgräben westlich vorgelagert ist, mit mehr oder weniger dichter Besiedlung vorstädtischen Charakters zu rechnen.
Die Voruntersuchung hat gezeigt, dass auch im Bereich außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns mit erheblichen archäologischen Befunden in guter Erhaltung zu rechnen ist. Vor einer Bebauung des Geländes und ihrer damit verbundenen endgültigen Zerstörung bedürfen diese Strukturen deshalb einer umfassenden Untersuchung. In deren Ergebnis sollten umfangreiche Aussagen zur Stadtbefestigung, zur Organisation und zum Aufbau der vorstädtischen Siedlung und letztlich auch zu den Bewohnern der Stadt selbst möglich sein.
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