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Archäologische Kompetenz:

Ob Beratung, Prospektion, Grabung oder Baubegleitung - hier finden Sie die Dienstleistung, die Sie suchen.
Cottbus, Sandower Str.

Die Stadt Cottbus beabsichtigt, auf der Fläche zwischen der Magazin- und der Sandower Straße, die gegenwärtig als Parkplatz genutzt wird, eine Reihe von Stadthäusern durch private Bauherrn errichten zu lassen. Diese Maßnahme wird erheblich in das Bodendenkmal „Historischer Stadtkern der Stadt Cottbus“ eingreifen. Um die Erhaltung der archäologischen Substanz bewerten zu können, wurde eine Voruntersuchung des Gesamtareals durchgeführt. Mit der Untersuchung wurde die Archäologie Manufaktur GmbH Wustermark beauftragt. Vom 12. Dezember 2005 bis zum 20. Januar 2006 wurde auf dem Stadtquartier zwischen Sandower Straße und Magazinstraße eine archäologische Voruntersuchung durchgeführt. Diese hatte zum Ziel, Klarheit über die Ausdehnung und den Erhaltungszustand der archäologischen Substanz zu erhalten. Auf der Gesamtfläche wurde ein erstes Planum angelegt und dokumentiert. Im westlichen Teil der Fläche zeigte sich eine großflächige Störung, die mit der Tiefenttrümmerung nach dem Abriss der letzten Bebauung in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts in Verbindung gebracht werden kann. Unter der Störung durch diesen Eingriff, etwa drei Meter unter der rezenten Geländeoberkante, ist dennoch mit dem Vorhandensein archäologischer Substanz zu rechnen. In der untersuchten Fläche sind die unterkellerten Bereiche sehr gut erkennbar und wurden auf dem erstellten Gesamtplan eingetragen. Besonders im Bereich der durch die Untersuchung von 1972 nachgewiesenen großen Materialentnahmegruben ist auch unter der Sohle dieser Keller mit archäologischer Substanz zu rechnen. Den größten Teil der dokumentierten Befunde nehmen Keller und Fundamente ein, die von der letzten Bebauung stammen. In den Hofbereichen und in den nichtunterkellerten Arealen kamen einige mittelalterliche Schichten zu Tage, die in der Mehrzahl bereits zur Verfüllung der Materialentnahmegruben des 13. und 14. Jahrhunderts gehören dürften. Im mittleren Teil der Fläche wurden mehrere Gruben und Pfostenbefunde aus dem 12. Jahrhundert dokumentiert, von denen zwei Gruben näher untersucht wurden.
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