
Feuerstein-
schlagplätze
Fundplätze von Feuersteinwerkzeugen und Werkabfall sind die wichtigsten Quellen für die Erforschung der älteren und mittleren Steinzeit. Dazu müssen vor allem die regelmäßig nach tausenden zählenden Artefakte geborgen und ihre Verteilung in der Fläche exakt dokumentiert und ausgewertet werden. Entsprechende Untersuchungen fanden früher fast ausschließlich als Forschungsgrabungen auf kleinen Flächen ohne Zeitdruck statt. Angesichts des hohen Bedarfs an Handarbeit ergaben sich dadurch unter den Bedingungen großflächiger archäologischer Rettungstätigkeit besondere Herausforderungen. Ein quantitativer und qualitativer Rekord wurde mit der Grabung Dyrotz 34 aufgestellt, die erstmalige großzügige Anwendung der Flintwerkplatz-Grabungstechnik, kombiniert mit traditionellen Methoden der Metallzeit-Siedlungsforschung. Weitere Untersuchungen dieser Art führten unsere Mitarbeiter in Bad Saarow 49 (Spätpaläolithikum und Mesolithikum), Wustermark 22 (Frühbronzezeit) und Heinersbrück 31 und 35 (Tagebau Jänschwalde; Neolithikum und Mesolithikum) durch.
