Literatur:
Beran, J. 2004: Gründungsstruktur 800 Jahre bewahrt. Erste Ausgrabungsergebnisse aus Horno, Lkr. Spree-Neiße. In: Archäologie in Berlin und Brandenburg 2004 (Theiss Verlag, Berlin und Stuttgart), S. 127-130.

Beran, J. 2005: Horno - Archäologie im Westteil des historischen Dorfkerns. In: Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 2004 (Calau), S. 17-28.

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Horno, Dorfkern



Abb. 1
Eine mittelalterlicher Steinkeller aus Horno

Die westliche Hälfte der historischen Ortslage von Horno. Lkr. Spree-Neiße, war im Verlaufe des Jahres 2004 unmittelbar vor der Abbaukante des Braunkohlentagebaues Jänschwalde zu untersuchen. Auf einer Fläche von 14 Hektar wurden archäologische Befunde zur Entstehung und Entwicklung des zu Anfang des 13. Jahrhunderts planmäßig angelegten Dorfes dokumentiert. Aus dem Mittelalter waren Spuren einer das ganze Dorf sowie den Friedhof umziehenden Holzpalisaden-Befestigung erhalten, weiterhin Teile mehrerer in Holzpfostenbauweise errichteter Gebäude sowie vier Steinkeller. Schichten von Brandschutt gaben Auskunft über ausgedehnte Feuerschäden im 14., 16. und 19. Jahrhundert. Die archäologische aufschlußreichste Befundgruppe bilden 15 in der Zeit vom 13. bis zum 20. Jahrhundert angelegte Wasserentnahmestellen (Holzkasten-, Flechtwerk- und Steinbrunnen, Zisternen und kleine Teiche).
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