
Moor-
grabungen
Siedlungsreste und Fundschichten in heutigen Mooren können einerseits nur mit hohem technischen und damit finanziellen Aufwand untersucht werden, erbringen andererseits oft ausgezeichnet erhaltene Funde und Baustrukturen sowie aussagekräftiges Probenmaterial zur Erforschung von Umweltbedingungen und Lebensweise. Entstanden sind sie als Abfallstreuungen in ehemaligen ufernahen Flachwasserbereichen, aus später überfluteten Siedlungsplätzen aus trockeneren Klimaperioden sowie aus ursprünglichen Wasserbauten (Brücken, Moorwege, Wasserburgen u.a.), und sie datieren von der Altsteinzeit bis ins deutsche Mittelalter. Die meisten dieser Fundkategorien wurden bei der Grabung Wustermark 22 angetroffen. Als weitere Moorgrabungen bzw. Sondagen wären zu nennen: Wustermark 10, Zeestow 4, Dyrotz 37, Wustermark 9.
