Beran, J. 2000: Frühe Bronzezeit.. In: Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 37. Potsdam, Brandenburg und das Havelland, Stuttgart, S. 53-58.
Investoren:
LEG des Landes Brandenburg mbH, 14476 Groß Glienicke, Seeburger Chaussee 2
Archäologische Kompetenz:
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Abb. 1 Frühbronzezeitliche weibliche Körperbestattung in unmittelbarer Nähe zu den Pfostenhäusern.
Abb. 2 In der Grabungsfläche als Negativ sichtbarer Grundriss eines frühbronzezeitlichen Pfostengebäudes.
Weitere Hausgrundrisse des auf Dyrotz 34 neu erkannten frühbronzezeitlichen Typs erbrachte die Grabung Wustermark 22. In unmittelbarem Anschluß an einen der klassischen Baggerfundplätze der havelländischen Steinzeit (Wustermark 1) wurde hier 1998/99 ein Siedlungsareal fast aller im Havelland vertretenen stein- und bronzezeitlichen Kulturen auf einer Fläche von 12000 m2 dokumentiert. Die ältesten Besiedlungsspuren gehören den spätpaläolithischen (Federmesserkultur und Ahrensburger Kultur) und mesolithischen Kulturen an, wobei ein Teil des Fundmaterials aus etwa 60 ovalen, mit humusfreiem, mergelartigen Material gefüllten Gruben von einem bis drei Metern Durchmesser geborgen wurde. Ob es sich hierbei um vom Menschen angelegte Siedlungsbefunde oder um natürlich entstandene Strukturen mit umgelagertem Fundmaterial handelt, ist noch nicht abschließend geklärt. Ins Mittelneolithikum datiert der Grundriß eines langrechteckigen Pfostenhauses. Der frühen Bronzezeit gehören vier weitere große Rechteckhäuser und ein kleiner Friedhof mit vier Hockerbestattungen an, der jüngeren Bronzezeit einige fragmentarische Grundrisse kleiner Pfostenbauten sowie zahlreiche Gruben und Feuerstellen.